SUSANNE THOMA

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UNVERGESSLICHE ERFAHRUNGEN

SUSANNE THOM / JANUAR BIS MÄRZ 2010

"wo sonst kann man so viel Liebenswürdigkeit erfahren und außerdem sooo viele Bohnen und Tortillas umsonst bekommen???!!!..."

B

egleitet von warnenden Stimmen aus den Medien oder meiner Familie machte ich mich auf den Weg in dieses arme Land, mit dem großen Wunsch, zumindest ein bisschen zur Entwicklung des Landes beizutragen und den Jugendlichen von Taquillo zu helfen. Mit Anspannung – vielleicht sogar ein bisschen Angst wegen der bereits erwähnten Stimmen in meinem Kopf – setzte ich mich also nach Ankunft in San Salvador in den bunt bemalten, jedoch uralten, klapprigen und viel zu vollen Bus nach Taquillo.

„Das Leitungsteam hier vor Ort ist sehr engagiert und versucht immer wieder neue sinnvolle Programmpunkte auf die Beine zu stellen...."

Die Strapazen der zweistündigen Anreise schienen jedoch wie verflogen, als mich die Jugendlichen mit einem Willkommens-Schild begrüßten, die Tanzgruppe für mich tanzte und mich 40 paar schüchterne, aber freundliche Augen begutachteten.

Ab diesem Moment war für mich klar, hier bin ich genau richtig. Mit dauerhaft hochrotem Kopf, Kamera und Block bewaffnet, besuchte ich die Familien der Stipendiaten und versuchte mich einfach auf die Lebenssituation dieser Menschen einzulassen, die nur das Nötigste besitzen. Ein Haus, vielleicht so groß wie meine Studentenbude in Passau, für eine meist 11-köpfige Familie, ein übel riechendes Plumpsklo im Hinterhof, eine Feuerstelle mit ein paar Töpfen als Küche und ein Wassertrog im Freien, der als Badezimmer und Waschküche zugleich diente. Jeden Samstagnachmittag war ich bei den verschiedenen Aktivitäten der Jugendlichen dabei und habe miterleben dürfen, wie viele gute Aktionen in Taquillo realisiert werden. Das Leitungsteam hier vor Ort ist sehr engagiert und versucht immer wieder neue sinnvolle Programmpunkte auf die Beine zu stellen. Besonders gut gefallen haben mir die Erfahrungen mit den Kindern in den Familien, die ich besuchte. Für unsere Augen einfache Geschenke wie Luftballons, Plüschtiere oder Nutella brachten sie zum Strahlen und auch wenn solche Kleinigkeiten nicht die Probleme der Familien lösen, machte es mich trotzdem glücklich, die Kinder so fröhlich zu sehen. Bei der Abreise freute ich mich natürlich wieder auf Deutschland, aber ich war auch sehr traurig und nachdenklich.

Begriffe wie Armut und Entwicklungsländer haben auf einmal Gesichter und Namen bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich in meine heile Welt zurückkehre und so viele tolle Menschen hier in ihrer Armut zurücklasse. Ich werde jedenfalls die Zeit in Taquillo nie vergessen und alle haben mein Versprechen, dass ich zurückkehre – wo sonst kann man so viel Liebenswürdigkeit erfahren und außerdem sooo viele Bohnen und Tortillas umsonst bekommen???!!!

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