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"Ich wusste nur, dass ich die nächsten 6 Wochen einfach etwas ganz anderes erleben würde..."

 

TAQUILLO – EINE ANDERE WELT

ALICE HERTEL / FRBRUAR 2014

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it diesem Artikel möchte ich Ihnen von meiner Reise nach Taquillo berichten. Vorab möchte ich sagen, dass ich es bis zum letzten Tag selbst nicht geglaubt habe, dass ich jemals nach Taquillo reisen würde. Doch nach etlichen Ausreden fasste ich den Mut und buchte den Flug. So, nun war es passiert. Eine Reise in eine andere Welt stand mir bevor. Die letzten Tage vor dem Flug waren die reinste Qual. Mit einem flauen Gefühl im Magen stieg ich morgens in den Flieger – voller Erwartung, was mich dort – in dieser anderen Welt – alles erwarten würde. Ich kann nicht mehr sagen, ob es Angst, Anspannung oder Vorfreude waren, die mich an diesem Tag auf meinem Weg begleiteten. Ich wusste nur, dass ich die nächsten 6 Wochen einfach etwas ganz anderes erleben würde. Angekommen in El Salvador wurde ich von Patty, die für unseren Verein in Taquillo vor Ort verantwortlich ist, begrüßt. Dann ging es auch schon in die Unterkunft, in der ich unter der Woche wohnen sollte. Mein Plan war folgender: unter der Woche absolvierte ich ein Praktikum bei FESPAD – eine Menschenrechtsorganisation, die sich für die Rechte der Armen einsetzt. Am Wochenende wohnte ich dann in Taquillo in den jeweiligen Häusern der Jugendlichen.

„Was ich am meisten aus meinem Aufenthalt mitgenommen habe, ist, dass eine kleine Unterstützung schon ein ganzes Leben verändern kann..."

Nach ein paar Tagen, in denen ich mich relativ schnell an die neue Umgebung und Situation gewöhnt hatte, stand nun mein erster Aufbruch nach Taquillo bevor. Meine Nervosität stand mir bereits ins Gesicht geschrieben und ich fragte tausendmal, was ich denn alles brauche – am Schluss stellte sich wie immer heraus, dass ich natürlich viel zu viel dabei hatte.

Als ich in Taquillo ankam, warteten die Jugendlichen schon sehnsüchtig auf mich. Sie stellten sich anfangs alle vor, waren jedoch noch etwas schüchtern. Dies legte sich jedoch bald, als wir zusammen zum Meer gingen und uns dort näher kennenlernten. Die Jugendlichen aus unserem Verein haben alle großen Respekt vor uns und sagen uns immer wieder, wie dankbar sie sind, so tolle Unterstützung aus Deutschland zu erhalten.

Ein Wochenende schlief ich bei Sulma, die mitunter zu den ärmsten Jugendlichen unseres Programms zählt. Der Vater kann krankheitsbedingt nicht arbeiten und so müssen die Mutter sowie alle Kinder arbeiten gehen, um die zehnköpfige Familie zu versorgen. Ihr Haus ist eine kleine Blechhütte, nicht größer als 30 qm² - jedoch schlafen hier oft bis zu acht Personen. Als Küche dient eine kleine Feuerstelle und zum Baden müssen sie zum kleinen Bach, der durch Taquillo fließt.

Was ich am meisten aus meinem Aufenthalt mitgenommen habe, ist, dass eine kleine Unterstützung schon ein ganzes Leben verändern kann. Ich sehe die Welt seitdem mit anderen Augen und nehme vor allem auch kleine Dinge, die für viele Menschen unsichtbar sind, wahr. Allein diese Erfahrung zu machen war eine Reise wert.

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